1950

Am 09. Jänner 1950 schreibt uns die Sicherheitsdirektion für das Land Niederösterreich, dass wir als Verein „Freiwillige Feuerwehr Schwarzau - Föhrenau“ offiziell anerkannt sind.

Die Mitgliederversammlung findet im Jänner statt, wobei auch die Gemeindevertretung von Schwarzau anwesend war. Neuwahlen standen ebenfalls auf der Tagesordnung:

Feuerwehrhauptmann blieb Leopold Ofenböck und Stellvertreter wurde Johann Fürtinger.

Am 23. April 1950 stand bei einer Besprechung die Weiterleitung des Feuerbaches von Schwarzau nach Föhrenau auf der Tagesordnung.

Am 21. Mai 1950 wird im Zuge einer Übung ein Wasserbehälter gereinigt und beim Brunnen aufgestellt

Am 11. Dezember 1950 findet die Bauverhandlung über die Weiterleitung des Feuerbaches von Schwarzau nach Föhrenau statt und mit Bescheid der Bezirkshauptmannschaft

Neunkirchen vom 16. Dezember 1950 wird die Durchführung genehmigt.

Am Löschen von Bränden in Brunn (Tischlerei) nehmen 4 Mann teil, in Seebenstein 7 Mann und in Erlach bei Kattinger 9 Mann.

Bei der Vollversammlung am 09. September 1950 werden Bausteine aufgelegt und die Beteiligung am Fest in Erlach wird festgelegt.

Ein Aggregat wurde um 1200 Schilling (87,21 €) angekauft und die Bestimmungen über das Aggregat (Storzeranschluss) werden bekannt gegeben.

 

1951

Am 06. Jänner 1951 findet im Gasthaus Fruhmann (spätere Gasthaus Dudek) eine Versammlung aller Siedler von Föhrenau statt.

Grund ist die Weiterleitung des Schwarzauer Feuerbaches in die Siedlung Föhrenau.

Die Siedler mussten sich bereit erklären, sämtliche Arbeiten kostenlos durchzuführen und das Werkzeug selbst bei zu stellen.

Die Arbeit war unter den Siedlern gleichmäßig aufzuteilen. Wer nicht mitarbeiten kann, hat seinen Anteil durch einen anteilmäßigen Geldbetrag,

der auf Grund der Gesamtarbeitszeit zu berechnen ist, aufzubringen.

Die Betonrohre werden von der Gemeinde Schwarzau zur Verfügung gestellt. Für die Erhaltung haben die Siedler kostenlos aufzukommen.

Für die Durchführung wird ein Komitee gewählt:

            Herr Franz Mauser jun., Nr. 29

            Herr Leopold Ofenböck, Nr. 38

            Herr Josef Fellner, Nr. 22

Im Februar 1951 konnte mit der Weiterleitung des Feuerbach´l von Schwarzau nach Föhrenau durch die Siedlung begonnen werden.

Es beteiligte sich an den Grabarbeiten unter Führung der Feuerwehr die gesamten Siedler vom Gemeindegebiet Schwarzau.

Für die Durchführung, dass die Siedlung zum Teil eine Löschwasserentnahmestelle bekommen hat, ist besonders den Hauptmann Leopold Ofenböck und

dem Bürgermeister Engelbert Reiterer aus Schwarzau eine besondere Anerkennung auszusprechen.

Zu bemerken ist ferner die Aufopferungsfreudigkeit unseres Feuerwehrkameraden Mühlhofer, der sich bei den Grabarbeiten als besonders tüchtig ausgezeichnet hat.

 

Herr Ing. Bargmann spendet der Freiwilligen Feuerwehr ein Grundstück für den Bau eines Lösch- und Gerätehauses.

Die Durchführung zur Ausschreibung für den Neubau wurde über den Gemeindeweg eingeleitet und ist bereits vollzogen. Die gesamte Feuerwehr dankt somit

Hr. Ing. Bargmann für die großzügige Spende.  

 

In diesem Jahr wurde mit dem Werben von Unterstützenden Mitgliedern begonnen und es konnten bis zum Jahresschluss 52 Ausweise an die Unterstützenden

Mitglieder übergeben werden.

Die Feuerwehrmänner werden dem Bezirksverband gemeldet und sind somit versichert gegen  Unfälle u. dgl.

Das im Jahr 1950 gekaufte Aggregat um den Preis von 1200 Schilling (87,21 €) hat sich als untauglich für Feuerwehrzwecke erwiesen und wurde an einen

Gärtner, Herrn Alfred Abseher aus Ebenfurth am 07. Mai 1951 zum Preis von 1500 Schilling (109,01 €) wieder verkauft.

 

Die Suche nach einem neuen Aggregat und einen Mannschaftswagen begann, damit

      a. Die Feuerwehr als geschlossene Einheit an den Brandherd eingesetzt werden kann

      b. Das die Feuerwehr für den auf sich genommenen Bau des Gerätehauses den Transport selbst erledigen kann

      c. Nach dem Vollzug des Feuerbaches mit dem Aggregat eine Brandbekämpfung möglich ist.

 

 Am 03. Juni 1951 wird das erste Feuerwehrauto angekauft. Dabei handelt es sich um einen Peugeot Type DK 5 A, Fahrgestellnummer 901964, Motornummer 30912.

      Zu einem Preis von 8.500 Schilling (617,72 €) wurde das Fahrzeug von Herrn Fritz Gieselbreth aus Schwechat, Ehrenbrunngasse 41/4 angekauft.

Herr Baumeister Ing. Sigmund fertigt kostenlos einen Bauplan für das neue Feuerwehrhaus an.

Herr Sigmund spendet auch das nötige Holz für den Neubau und wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet, dass er so ein großes Herz für die Feuerwehr zeigt.

Inzwischen wurde der Umbau des Feuerwehrautos und die Lackierung vorgenommen.

Nicht zu vergessen ist unser Feuerwehrkamerad Mehling, der sich beim Umbau des Autos als Kraftfahrer so eingesetzt hat, dass es jederzeit einsatzfähig war.

Wochen von seiner Freizeit hat er geopfert, um uneigennützig dieses Fahrzeug herzurichten und wir sagen ihm hierfür herzlichen Dank.

 

Der Fahrzeugankauf währe nicht ohne der Unterstützung von Herrn Alois Dinhopl und Frau Theresia Lang möglich gewesen. Frau Lang stellte uns leihweise

2.200 Schilling (159,88 €) zur Verfügung.

 

Frau Theresia Lang, die sich immer und jederzeit hilfsbereit der Freiwilligen Feuerwehr der Siedlung zeigte, wurde einstimmig als Patin für unser Auto ausgewählt und

wir danken ihr unvergesslich für die großen Unterstützungen, was sie im Aufbau der Feuerwehr finanziell geleistet hat.

 

Am 13. Juni 1951 wird das Feuerwehrfahrzeug bei der Bezirkshauptmannschaft angemeldet und das Kennzeichen N 115.326 ausgehändigt. Nach den Umbauarbeiten

wurde das Fahrzeug am 08. Oktober 1951 einer Einzelgenehmigung unterzogen.

Am 12. Juli 1951 erhalten wir von der Gemeinde Schwarzau eine Subvention von 500 Schilling (36,34 €).

Nebenbei wurde vom Kommando unermüdlich ein Aggregat gesucht und es wurden mehrere Stellen kontaktiert:

      1. Ansuchen um Unterstützung durch den Bezirksverband

      2. Ansuchen um Unterstützung von Landeskommandanten Drexler

      3. Persönliche Vorsprache bei Herrn Präsident Holaubeck von der Berufsfeuerwehr Wien

      Alles blieb zu diesem Zeitpunkt ohne Erfolg.

 

Der Bau des Gerätehauses wurde weiter geplant und zum Teil ohne finanziellen Mitteln begonnen.

 

Unser bitten und betteln ermöglichte den Beginn.

 

Das wir bis zur Gleichen gekommen sind, haben wird den 

          Ziegelwerken Jahn, Rottner, Anderl aus Erlach,

          dem Kalkwerk Erhardt aus Erlach,

          dem Sägewerk Huber aus Katzelsdorf,

          Sägewerk Schicker aus Frohsdorf ,

          dem Sägewerk Trimmel aus Seebenstein und

          der Firma Eonit aus Erlach zu danken.

 

Die Maurerarbeiten, Zimmererarbeiten und Hilfsarbeiten verrichteten die Feuerwehrmänner, die den festen Willen hatten, die Feuerwehr so rasch wie möglich

einsatzfähig für die Siedlung herzustellen.

 

Besondere Achtung und Ehre gebührt bei den Arbeiten unseren Feuerwehrkameraden und Gastwirt Habek, der wochenlang täglich und jederzeit für die

Feuerwehr viel eingesetzt hat.

Für unsere besonders opferungsfreudigen Mitgliedern, die den Aufbau der Feuerwehr dauernd   unterstützen, wurden Ehrenurkunden ausgestellt.

 

1952

Mit dem Beginn des Jahres 1952 hat auch für die Feuerwehr ein neues Jahr des Aufbaues begonnen.

Eine unserer ersten Aufgaben war der Weiterbau des Gerätehauses. Es wurde Baumaterial an die Baustelle geschaffen und für den Weiterbau der Arbeitsplan besprochen.

Ferner musste für das Feuerwehrauto eine neue Achse besorgt werden und wurde vom Kraftfahrer Mehling eingebaut.

Für die Wehrmänner wurden fehlende Uniformkappen besorgt.

Im Februar veranstaltete die Wehr zur Auffrischung der Kassa einen Maskenball im Gasthaus Fruhmann, damit konnten fehlende Uniformblusen angekauft werden.

Es wurde vom Landeskommando angeordnet, dass alle Feuerwehrmänner Landeswappen und Ortsschilder zu tragen haben. 

Die Durchführung des Feuerbaches durch die Siedlung war eine der wichtigsten Aufgaben der Wehr für den Monat April. Dank der Unterstützung der Siedler ist aber

auch dieses Werk vollendet werden.

Bürgermeister Reiterer lässt das erste Wasser in den Feuerbach nach Föhrenau rinnen und  spricht den Siedlern seinen Dank aus.

An die Gemeinde Schwarzau wird ein Antrag auf Unterstützung zum Weiterbau des Gerätehauses gestellt.

Die Haftpflichtversicherung für unser Fahrzeug beträgt zu diesem Zeitpunkt 50,20 Schilling (3,65 €) bei der Internationalen Unfall- und Schadensversicherungs Gesellschaft AG.

Zur Finanzierung der eigenen Kassa wurde ein Gartenfest im Gasthaus Habek veranstaltet.

Zwecks Weiterbau des Gerätehauses verhandelt das Kommando mit Herrn Bürgermeister Wehrl  von der Stadtgemeinde Wiener Neustadt wegen Ankauf von Bauholz.

Es kam auch mit einem 50 % Preisnachlass zum Kauf des Bauholzes kommen und somit rückt die Vollendung immer näher.

 Der Fertigstellung des Gerätehauses steht durch Subventionen von der Landesregierung nichts mehr im Wege.

 Unter aufopfernden Einsatz der Wehrmänner ist das Gerätehaus vollendet. Es wird vom Hochwürdigen Herrn Kaplan Zika aus Lanzenkirchen eingeweiht.

       Als Ehrengäste konnten begrüßt werden:

            Herr Gasteiner von der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen

            Herr Bezirkskommandant Krutzler

            Herr Bürgermeister Reiterer

       Als Gastfeuerwehr erscheint Schleinz und Natschbach

 Nichtvergessen wollen wir unsere werte Patin, die auch bei unserer Autoweihe Patin war, Frau Therese Lang.

 

   

  

 Die Firma Schöller Bleckmann aus Ternitz schenkt unserer Wehr einen gebrauchten, aber gut erhaltenen Autoreifen.

 Mit dem letzten Kapital werden Uniformblusen für jene Kameraden angekauft, welche noch immer keine besitzen.

 

 

1953

Bei der Vollversammlung finden die Wahl des Feuerwehrkommandos unter der Leitung von Bürgermeister Engelbert Reiterer statt.

Leopold Ofenböck wurde wieder zum Hauptmann gewählt und zum Stellvertreter Johann Fürtinger.

            Schriftführer               Herr Mühlnhofer

            Kassier                      Herr Gruber

            Zugführer                   Herr Böhm

            Zeugwart                   Herr Wenninger

Am 07. Februar 1953 erhalten wir die erste offizielle Benützungsbewilligung für unser Gerätehaus von der Gemeinde ausgestellt.

Am 08. März 1953 wird an die Gemeinde Schwarzau ein Antrag um die Unterstützung beim Ankauf eines neuen Aggregates gestellt.

Zuerst sollte ein Aggregat in Puchberg mit Herrn Bürgermeister Reiterer besichtigt werden, was  jedoch nicht geeignet war.

Bei der 5. Vollversammlung am 14. März 1953 wird festgelegt, dass pro Feuerwehrmann 1 Schilling (0,07 €) im Monat eingehoben wird.

Am 16. Mai 1953 wird beschlossen, dass der Ankauf von Hosen für die Feuerwehrkameraden um 44 Schilling (3,18 €) je Stück durchgeführt wird.

29 Leibriemen sollen bei einem Sattler in Neunkirchen angemessen werden.

Am 05. Juni 1953 erfolgte die Bestellung einer gebrauchten Motorspritze der Marke R 60 bei der Firma Konrad Rosenbauer.

Diese gebrauchte Motorspritze war leider schon verkauft worden. So bot die Firma Konrad Rosenbauer aus Kulanzgründen eine fabrikneue

Tragkraftspritze Type Robel zum gleichen Preis (12.000,-- Schilling [872,07 €]) mit einer Leistung von 650 min/l bei 8 atü an.

 

Diese neue Motorspritze wurde bestellt und am 03. Juli 1953 am Bahnhof Neunkirchen geliefert und am Sonntag, den 12. Juli 1953 wurde das

Gerät von der Firma Konrad Rosenbauer durch Herrn Ing. Steiner übergeben.

 

Dem ganzen ging ein reger Schriftverkehr von Bürgermeister Reiterer und Bürgermeister Rachberger mit Landesrat Stika vor. Der Grund war,

dass sich die Gemeinde Lanzenkirchen weigerte, 50 % der Kosten des Aggregates zu übernehmen.

Am 04. Juli. 1953 erhalten wir eine Subvention von 1.000,-- Schilling (72,67 €) für das Aggregat von der Gemeinde Lanzenkirchen.

Am 17. August 1953 erteilt die Gemeinde Schwarzau die Lizenz zur Abhaltung einer Tanzmusik (Motorspritzenweihe) und beruft sich auf die

Bestimmungen des Hofkanzleidekretes vom 12. Mai 1827, PGS.Band 55, Nr. 60, Parag. 10.

 

Am 23. August 1953 wird das Aggregat geweiht.

Es war der schönste und wichtigste Tag für Föhrenau und wir wurden des Wartens nicht müde und durch die Unterstützung von

Herrn Bürgermeister Reiterer konnte das Aggregat angekauft werden.

Bürgermeister Engelbert Reiterer übernahm den Ehrenschutz für das Aggregat. Die Einweihung wurde von den Geistlichen Herren aus Schwarzau durchgeführt.

Landesfeuerwehrkommandant Drexler war ebenso anwesend, wie der Bezirkshauptmann Dr. Ullrich, Bezirksfeuerwehrkommandant Krutzler mit

Stellvertreter Dorfmeister, Gruppenkommandant Bauer und die gesamten Feuerwehren der Umgebung.

Unser Bürgermeister Herr Engelbert Reiterer eröffnete die Festreden und erwähnte besonders den Fleiß unserer Wehr. Er gab uns auch noch die Zusicherung,

dass wir im kommenden Jahr mit dem Beginn des Baues eines Wasserbeckens rechnen können.

 Ebenso würdigte Landesfeuerwehrkommandant Drexler den raschen Aufbau unserer Wehr.

 Bezirkshauptmann Ulrich dankte im Namen der Bezirkshauptmannschaft allen, die zum Gelinden eines so großen Werkes beigetragen haben.

 Die Schlussrede hielt Bezirkskommandant Krutzler, welcher die jüngste Wehr des Bezirkes Neunkirchen als die Tüchtigste bezeichnete.    

 

 

1954

Bei der Generalversammlung wird an Bürgermeister Reiterer der Antrag gestellt, dass Feuerwehrhaus zu vergrößern. Leider gibt es zu diesem Zeitpunkt

keine Subventionsmöglichkeit von Seiten der Gemeinde.

 

Die Sterbekassa des Bezirksverbandes löste sich auf. Auf Grund dessen findet am 13. Jänner 1954 eine Sonderversammlung der Feuerwehren

Schwarzau, Guntrams und Föhrenau statt.

In Gegenwart des Herrn Bürgermeister Reiterer wurde einheitlich der Beschluss gefasst, dass durch die Auflösung der Sterbekassa des Bezirksverbandes

eine Neugründung derselben durch die oben genannten Feuerwehren zu machen ist.

 

Diese kam zustande wie folgt:

1. Jede der Feuerwehren meldet dem Gesamtbestand der Wehr und zahlt pro Mann im Jahr den  Betrag vom 5 Schilling (0,36€), wodurch der

    Versicherte bzw. die Hinterbliebenen 500 Schilling (36,34 €) im Sterbefall erhaltener Betrag von 5 Schilling (0,36 €) wir durch unsere Wehr

    den Versicherten gewährleistet und bezahlt

2. Der Gesamtbetrag des Beitrages ist an den Kassier der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzau zu entrichten

3. Für das erste Jahr wird in Falle mehrerer Sterbefälle ein Betrag von 1000 Schilling (72,67 €) als Grundstock durch die Gemeinde angelegt

Die Firma Schöller Bleckmann schreibt uns, dass die Verleihung der Feuerwehrhelme verlängert worden ist.

Bei der Kommandantensitzung am 10. April 1954 im Gasthaus Migeschi wird eine Gedenkminute für unseren verstorbenen Bezirkskommandant Krutzler eingelegt.

Gleichzeit wird mitgeteilt, dass unser Schutzpatron, der Heilige Florian, in Zukunft geehrt werden soll.

 

Am 12. April 1954 wird unser Hauptmann und Gemeinderat Leopold Ofenböck von der Gemeinde Schwarzau die ständige Aufsicht über den

Feuerbach zwischen dem Ortsende Schwarzau bis zum Ende übergeben.

 

Auf Grund der Rundfunkmeldung vom 14. Juli 1954 haben sich alle dienstfreien Feuerwehren  zwecks Hochwasserkatastrophe bei der Einsatzleitstelle Tulln zu melden.

Der Bereitschaftsdienst wurde durch Aushang veröffentlicht.

In der Julizeitschrift des Landesverbandes wurde unsre Eingabe über die Ehrung und Danksagung an die Beteiligten im Aufbau unserer Wehr veröffentlicht.

Hauptmann Ofenböck stellt an die Gemeinde den Antrag, dass Föhrenau eine Tafel mit der Aufschrift „Feuermeldestelle“ erhält.

Bei der Monatsversammlung am 19. September 1954 wird berichtet, dass durch die Firma Habek  eine Leiter geliefert worden ist.

Am 11. Dezember 1954 montiert Herr W. Fromwald aus Walpersbach die Blaulichtanlage am Feuerwehrauto.

Bürgermeister Reiterer verdient sich für unsere Wehr alle Ehre, weil er bisher stets sein Möglichstes getan hat.

Zum Gegensatz, stellte die Wehr auch an die Gemeinde Lanzenkirchen ein Ansuchen um Unterstützung, worauf jegliche Antwort oder Verständigung fehlt.

Mit dem größeren Betrag unsres Reingewinnes wurden erhebliche Reparaturarbeiten am Feuerwehrauto durchgeführt, um den Benzinverbrauch zu verringern

und diverse Verbesserungen im Gerätehaus durchgeführt.

 

In Ermangelung unserer Ausrüstung sind wir durch unsere finanzielle Lage weiter genötigt, die Leihhelme von Schöller Bleckmann zu tragen,

was uns bis auf Widerruf durch ein Ansuchen gewährleistet wurde.

Vordringlichste wäre die Beschaffung einer im Einsatz erforderlichen Schlauch-Linie. Gegenwärtig sind nur 60 Meter vorhanden.

 Die Wehr leistet im abgelaufenen Jahr folgende Einsätze:

      im Jänner: Eisgang in Frohsdorf

      im April: Hochwasser - Eindämmung der Leitha

      im Juni Hochwasser - Kellerwohnung auspumpen in 2 verschiedenen Häuser in Föhrenau

      im Juni Brand im Gutshof Frohsdorf

 Für besondere Verdienste wurde Herr Hauptmann Ofenböck und Gerätewart Mehling ausgezeichnet

 

 

1955

Bei der Generalversammlung wurde berichtet, dass wir von Schwarzau die Sirene bekommen sollen.

Die Aufsicht über den Feuerbach wurde besprochen

Bei der Monatsversammlung am 06. Februar 1955 wurde beschlossen, dass mit dem Erlös des  Feuerwehrballes C Schläuche mit Kupplung angekauft werden.

Für Begräbnisse wurde festgelegt, dass die Trauerwehr mit Helm und die anderen Wehren mit Kappe bekleidet sind.

Mit Schreiben vom 03. Mai. 1955 verbittet die Gemeinde Schwarzau die Betätigung der Sirene zu Übungen, da dies leicht zu Missverständnisse führen könnte.

Bei der Monatsversammlung am 10. März 1955 wurde beschlossen, dass die Sirene bei Herrn Fürtinger montiert werden soll. Die Gemeinde zahlt die Montagegebühren.

 Von der Gemeinde Lanzenkirchen haben wir eine Subvention von 1.000 Schilling (72,67 €) erhalten.

 Weiters wurde für das Jahr 1954 vom Bezirkskommando eine Subvention von 1.000 Schillinge (72,67 €) erhalten.

 Um 1.100 Schilling (79,94 €) musste das Fahrzeug wieder instandgesetzt werden und eine neue Batterie musste angekauft werden.

 Von der Gemeinde Schwarzau wurde ein Vorschuss über 1.000 Schilling (72,67 €) von der Subvention von 4.000 Schillinge (290,69 €) erhalten.

 

 

1956

Bei der Generalversammlung am 08. Dezember 1955 fanden Neuwahlen statt. Das Kommando unter Führung des Kommandanten Ofenböck

hat ein erfolgreiches Streben im Sinne der Einsatzbereitschaft, den Nächsten zu helfen, gefordert und zustande gebracht.

           Ergebnis:

               Hauptmann: Ofenböck

               Hauptmannstellvertreter: Fürtinger

               Schriftführer: Fellner

               Kassier: 9 Stimmen Böhm,

               Zeugwart: 9 Stimmen Mühlhofer,

               Zugführer: Kabelik

 

Bei der Vollversammlung am 22. Jänner 1956 treten erste Bemühungen um den Ankauf eines Anhängers auf.

Dieser wurde dann auch mit 1. Februar 1956 von der Fleischhauerei Kriegl aus Wien XXII zu einem Preis von 1200 Schilling (87,21 €) angekauft wurde.

      Type des Anhängers: Personenwagen - Anhängekarren Type 5 A 2

      Erzeuger: Wiener Neustädter Maschinenwerke

      Erstmals zugelassen am 28. November 1949

 Derselbe soll umgebaut werden, so dass wir im Einsatz für Föhrenau ohne Abhängigkeit des Kraftfahrzeuges arbeiten können.

 

 Im Februar 1956 musste das Feuerwehrauto einer General Reparatur bei einer Firma in Wien unterzogen werden.

      Kosten für die Arbeitszeit: 715,43 Schilling (51,99 €)

      Materialkosten: 204,57 Schilling (14,86 €)

 

Mit der Gemeinde Subvention und durch Abhaltung eines zusätzlichen Sommerfestes war es uns möglich, annähernd 3.000 Schilling (218,02 €)

in das Auto zu investieren. Die Doppelbereifung wurde als dringend erachtet und das Signalhorn vervollständigt das Feuerwehrfahrzeug.

Am 09. Mai 1956 erhielten wir eine Subvention von 2.800,-- Schilling (203,48 €) von der Gemeinde Schwarzau/Stfd.

Bei der Neuwahl des Gruppenkommandanten unserer Gruppe 9 wurde Hauptmann Heiss aus Peisching zum Gruppenkommandanten gewählt.

Das Verhältnis der Feuerwehr Föhrenau einerseits und der Gemeinde Lanzenkirchen  andererseits ist finanziell weiterhin als trübe zu bezeichnen.

An Subventionen für 1955 wurde uns nichts zu Teil.

 

Wie jedes Jahr war unser Kommando im Jahre 1956 ebenso bemüht die Wehr besser auszubauen  und die Förderung mit wenig zur

Verfügung stehenden Geld aufrecht zu erhalten.

 

 

1957

Bei der Generalversammlung am 08. Dezember 1956 war neben Bürgermeister Reiterer erstmals Bürgermeister Rachberger von der

Gemeinde Lanzenkirchen anwesend. Bürgermeister Rachberger verkündet, die Wehr soll für 1956 nachträglich 500 Schilling (36,34 €) erhalten.

Bürgermeister Reiterer kann für 1957 nur beschränkte Subventionen erteilen, da in der Siedlung die Straßen asphaltiert werden sollen.

Kraftfahrer Windisch wird zum Kassier ernannt.

Der Ball wird für den 09. Februar 1957 festgelegt. Der Wirt bezahlt 250 Schillinge (18,17 €) für die Musik.

Bei der Versammlung am 09. März 1957 wurde festgestellt, dass das Feuerwehrauto zuviel Benzin braucht und es ist zu überprüfen, wieweit ein Motorschaden vorliegt.

Für Samstags werden alle Kraftfahrer beim Gerätehaus, zwecks Motor zerlegen, erwartet.

Der angekaufte Anhänger ist immer noch nicht fertig.Von der Gemeinde Schwarzau erhielten wir eine Subvention von 1.800 Schilling (130,81 €).

Der Beitrag für die Unterstützungskassa des NÖ Landesfeuerwehrverbandes beträgt 2 Schilling (0,15 €) pro Mann.

Am 15. November 1957 musste für die Musik bei der Heldenehrung in Schwarzau/Stfd. ein  Beitrag von 20 Schilling (1,45 €) bezahlt werden.

Der angekaufte Anhänger wurde wohl einsatzfähig durch die Kraftfahrer notdürftig hergerichtet,   jedoch noch nicht vollkommen.

 Die Wehr hat sich vorgenommen, dass Gerätehaus zeitig im Frühjahr 1958 zu renovieren, d.h. Fenster und Tore zu streichen.

Die Jalousien im Turm müssen geändert werden, damit es nicht mehr hinein regnen kann.

 

Subventionen wurde vom Bezirkskommando keine erhalten. Schwarzau hat den Rest vom Jahr 1956 mit 1.800 Schilling (130,81 €) ausgehändigt.

Für 1957 sind 500 Schilling (36,34 €) vom Gemeinderat genehmigt und noch ausständig.

Durch die Veranstaltungen eines Balles und Sommerfestes blieb auch ein Reinertrag über, der für den Ankauf einer Autoplane verwendet werden soll.

Die von diesem Jahr ausständigen Rechnungen von Benzin usw. wurden zum Abschluss 1957 alle beglichen, so dass keinerlei Schulden aufscheinen.

Das Auto wurde zur Kommissionierung nach Neunkirchen gebracht, die beanstandeten Fehler wurden auf Kosten der Gemeinde beglichen.

Von den Unterstützenden Mitgliedern wurden in diesem Jahr 453 Schilling (32,92 €) gesammelt.

 

 

1958

Laut Niederschrift der Mitgliederversammlung vom 08. Dezember 1957, hat es im Jahre 1957 keine Subventionen vom Landesfeuerwehrverband

gegeben, da die Feuerwehrschule in Tulln fertig gestellt wird. Man hofft, dass die Schule 1958 fertig ist und das dann wieder Förderungen ausbezahlt werden.

 

Am 03. Jänner 1958 wird an die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt der Antrag gestellt, am 05. Jänner 1958 im Gemeindegebiet Lanzenkirchen und im

Gemeindegebiet Erlach eine Haussammlung zur Deckung der Anschaffungskosten von Feuerwehrhelmen durchzuführen.

Die Bewilligung wird am 04. Jänner 1958 erteilt.

In Lanzenkirchen wurden 907,50 Schilling (65,95 €) und in Erlach 809,60 Schilling (58,84 €) gesammelt.

 

In der Monatsversammlung am 26. Jänner 1958 im Gasthaus Frühmann wurde berichtet, dass neue Feuerwehrhelme um 2.045,60 Schilling (148,66 €)

angekauft wurden. Die Leihweise von der Firma Schöller Bleckmann erhaltenen Stahlhelme konnten zurückgegeben werden. Ein Dankschreiben wurde abgeschickt.

Die Sterbekassa in Schwarzau wurde aufgelöst. Der finanzielle Barbestand wurde aufgeteilt und  Föhrenau bekam 742,50 Schilling (53,96 €).

Mit Bürgermeister Rachberger von Lanzenkirchen kommt es in absehbarer Zeit zu einem Zusammentreffen bezüglich dem Beitrag in der Sterbekassa

des Landessterbevereines für jene Kameraden, die im Lanzenkirchener Teil wohnen.

 

Bei der Monatsversammlung am 30. März 1958 wird berichtet, dass sich die Gemeinde  Lanzenkirchen grundsätzlich jeder Zahlung bzw. Beitrag zur Sterbekassa

ausschließt. Der Fehlbetrag, was von Schwarzau nicht bezahlt wird, zahlt die Wehr.

 

Bei der Kommandantendienstbesprechung am 20. April 1958 im Gasthaus Jägersberger in Neunkirchen wird mitgeteilt, dass die Uniformen abgeändert werden

und in Zukunft ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte getragen wird.

 

Am 08. November 1958 wurde die Ehrung der Frau Theresia Lang mit der Florianiplakette  durchgeführt, sowie die Ehrung und

Überreichung der 30 jährigen Dienstzeit für Kommandant Ofenböck sowie Rottenführer Wenninger.

 

 Am 02. November kam es zu einem Innenbrand im Haus Magerl (heute Fleischhauerei  Mayerhofer). Gegen 23 Uhr abends brach der Brand in der Mansarde aus.

 Durch tatkräftiges Eintreten der Wehr konnte der Brand nach 3 Stunden lokalisiert werden.

  

 Generalversammlung am 30. November 1958 im Gasthaus Fruhmann:

 Die Gemeinde Lanzenkirchen und Schwarzau sagen eine Subvention von 500 Schilling (36,34 €) zu.

 Herr Hauptmann Ofenböck lehnte seine Hauptmannstelle ab.

 Ergebnis der Neuwahlen:

           Hauptmann: Fuchs

           Hauptmannstellvertreter: Wenninger

           Kassier Windisch

           Schriftführer Riegler

           Zeugwart Kerschbaumer

           Löschmeister Böhm

           Gerätemeister Zöhrer

 Von der Mannschaft wurden 2 Kameraden zum Ausschuss gewählt: Lukas, Ringhofer

 

 

1959

Am 04. Jänner 1959 fand im Gasthaus Scheuch eine außerordentliche Vollversammlung statt.

Hauptmann Fuchs legte aus Zeitgründen sein Amt zurück.

Auf Grund dessen erfolgt die Neuwahl des Hauptmannes:

          Ergebnis: Hauptmann:                        Fürtinger Johann

                         Hauptmannstellvertreter:    Wenninger Roman

                         Schriftführer:                      Riegler Johann

                         Zahlmeister:                       Windisch Friedrich

                         Zeugwart:                           Kerschbaumer Anton

          Alle anderen Posten bleiben gleich

Der Bürgermeister der Gemeinde Schwarzau, Engelbert Reiterer, schreibt am 23. Jänner 1959, dass er uns in der Beilage die

Schlüsseln für das Flass‘l des Feuerbaches übergibt und  gleichzeitig ersucht er uns, die Aufsicht über den Feuerbach zu übernehmen.

Am 03. Mai 1959 wurde die Florianifeier im Ort abgehalten. 18 Mann nahmen daran teil.

Bei der Feier war auch der hochwürdige Herr Pfarrer zu einer kleinen Jause eingeladen worden.

Am 30. August 1959 reinigten ca. 40 Mann den Feuerbach vom Gemeindegebiet Schwarzau durch den Ort Föhrenau bis auf den Grund des Gutes Föhrenhof.

Am 20. September 1959 nachmittags wurde die Gruppenübung in Föhrenau durchgeführt. Die Feuerwehren Peisching, Breitenau Ort,

Samum, Schwarzau und Föhrenau nahmen daran teil.

 

Nach kurzer Zeit, in der wir ohne Feuerwehrauto ausharren mussten, bekam unsere Wehr von der Gemeinde Schwarzau ein neues Feuerwehrauto.

Mit 08. Oktober 1959 schenkt uns die Freiwillige Feuerwehr Schwarzau/Stfd. ein Fahrzeug der Marke Ford.

Über Antrag des Kommandanten wurde Zadrazil zum Schriftführer und Katzgraber zum Zeugwart einstimmig gewählt.

Im Laufe des Sommers beteiligte sich die Wehr aktiv an zwei Hochwasserkatastrophen.  In Haderswörth war dabei Nachbarhilfe mit 13 Mann

erforderlich und in Föhrenau waren 22 Mann im Einsatz.

 

Weiters hatten wir 2 Brandeinsätze verzeichnen, bei denen unsere Wehr, da der Brandplatz schon überfüllt war, nicht zum Einsatz kam.

Einer dieser Einsätze war am 20. Oktober 1959 in Seebenstein.

 

Von unserem Oberfeuerwehrmann Ofenböck wurden 500 Schillinge (36,34 €) Subvention von der Gemeinde Schwarzau/Stfd angekündigt,

die jedoch bisher noch nicht eingehoben werden konnten, da in der Gemeindekanzlei nichts aufliegt.